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Alles ist gut so wie es ist

....denn alles ist auch eine Frage Deiner Sichtweise. Man kann sich das Leben schwer machen oder einfach. Unsere meisten Probleme sind hausgemacht. Das heißt, wir selbst schaffen uns unsere Probleme indem wir sie einfach nur falsch handhaben. Ein Lehrer von mir sagte einmal: "Nicht die Probleme sind unser wirkliches Problem, sondern wie wir damit umgehen!" und damit hatte er wohl recht. Und ich möchte noch eine Person zitieren, die ich sehr schätzen gelernt habe.

Es ist Louise L.Hay. Denn sie hat meinen Lieblingsspruch gesagt, der mittlerweile täglich mehrmals von mir und all denen die mich kennen, ausgesprochen wird. Er lautet: 


"Alles ist gut so wie es ist, denn alles dient uns!"

Ich weiß, für den einen oder anderen unter uns klingt dieser Satz wie der reinste Hohn. Wer gerade im Moment mit einer schweren Krankheit zu kämpfen hat oder vor dem finanziellen aus steht, wird darin mit Sicherheit nichts Gutes erkennen können. Und doch ist es tatsächlich so. Das Leben besteht aus vielen Puzzleteilchen und nicht immer wissen wir, wofür das jeweilige Puzzleteilchen, welches uns gerade vom Leben gereicht wird, gut sein soll. Doch oft, zumindest war es bei mir bisher immer so, wenn ein bisschen Zeit vergangen ist, erkennen wir, wofür es gut war, dieses Puzzleteilchen zu bekommen. Denn oft erkennen wir erst später, wie dieses Puzzleteilchen in das Gesamtbild unseres Lebens passt. Im Folgenden findest Du eine schöne und sehr passende Geschichte dazu. 



Eine Parabel über Himmel und Hölle 

Es gab einst einen Priester, der sich wünschte, sowohl einmal den Himmel wie auch die Hölle sehen zu können. Gott gewährte ihm diesen Wunsch. Der Priester fand sich selbst vor einer Tür wieder, die keine Aufschrift hatte. Er zitterte, als er sah, wie sie sich öffnete. Dahinter war ein großer Raum, in dem alles für ein Fest vorbereitet war. Es gab einen Tisch und darauf befand sich ein reichhaltiges Mahl mit dampfenden Speisen. Der Geruch und das Aroma des Essens fachten den Appetit an.  


An dem Tisch saßen Menschen, die riesige Löffel in ihren Händen hatte, aber dennoch schrieen diese Menschen vor Hunger an diesem fürchterlichen Ort. Sie versuchten, sich selbst das Essen mit den Löffeln zuzuführen, mußten aber aufgeben und verdammten Gott, weil die Löffel, die Gott zur Verfügung gestellt hatte, so lang waren, so daß sie damit nie ihr Gesicht und ihren Mund erreichen konnten. Sie starben also vor Hunger während sie aber vor dem herrlichsten Essen saßen. 

Der Priester wußte, daß diese Schreie aus der Hölle kamen und sobald er dies verstanden hatte, schloss sich die Tür wieder vor ihm.  Er schloß seine Augen wieder im Gebet und betete zu Gott, ihn von diesem fürchterlichen Ort wieder zu entfernen. Als er seine Augen wieder öffnete, verzweifelte er fast, denn dieselbe Tür war wieder vor ihm, die keine Aufschrift trug. Die Tür öffnete sich wieder und er konnte den gleichen Raum wieder in Augenschein nehmen. 

Nichts hatte sich verändert und er war kurz davor vor Schrecken zu schreien. Es gab wieder den Tisch, in der Mitte das dampfende Essen und drumherum saßen wieder die gleichen Leute und hatten in ihren Händen wieder die gleichen langen Löffel. Aber das Schreien war nicht mehr da. Und die Verfluchungen hatten sich in Segenswünsche verwandelt, aber nichts hatte sich verändert und doch alles zugleich. Denn mit den langen Löffeln schafften sie es, das Essen den jeweils anderen Tafelnden anzureichen und in den Mund zu führen und so dankten sie Gott dafür. 

Und als der Priester die Segenswünsche gehört hatte, schloss sich wieder die Tür. Er fiel auf seine Knie, und er lobpreiste Gott, der ihm die Natur von Himmel und Hölle gezeigt hatte und den winzigen Spalt, den sie nur auseinanderklaffen. 

Wir sind es immer selbst, die sich Probleme schaffen. Aber um das zu erkennen, müssen wir erst einmal die Verantwortung für alles was in unserem Leben passiert, übernehmen. Den meisten Menschen fällt das sehr schwer. Als ich diesen letzten Newsletter versandt hatte, bekam ich prompt Antwort von einem Leser, der mächtig sauer über das war was ich da geschrieben hatte. Er meinte, es sei schon eine Frechheit, dass ausgerechnet ich so etwas schreiben würde. Vorausgegangen war folgendes:

Ich hatte in meiner Zeit als großer Unternehmer, auch ihn als Kunde. Und wie wir alle, hatte auch er Geld auf mein Anraten investiert und genau wie wir alle, hatte auch er leider alles verloren. Doch im Gegensatz zu allen anderen, war es ein kleinerer Betrag (ungefähr vier Monatsgehälter) den er verloren hatte. Aber seit dieser Zeit, und das liegt jetzt bereits über 10 Jahre zurück, hat er sich nie wieder erholt davon. Alle anderen haben sich wieder hochgerappelt, so schwer es ihnen auch fiel, aber er ist am Boden liegen geblieben und kam nie wieder hoch. 


Jetzt klagte er mich zum hundertsten Male an, ich sei an seiner ganzen Misere schuld, ich sei derjenige, der ihn ins Verderben geführt hat und ich sei auch dafür verantwortlich, ihn dort wieder raus zu holen. Alle Bemühungen meinerseits, ihm zu helfen, sind mehr oder weniger gescheitert. Er war hungrig und wollte aber nicht das Angeln lernen, sondern gleich den gebratenen Fisch von mir. Doch den konnte ich ihm nicht geben, denn auch ich hatte alles verloren. Deswegen machte er mich jetzt für alles Leid was ihm, nach den Geschehnissen von damals widerfahren war (und das war leider eine ganze Menge), verantwortlich. Er hat leider nie begriffen, dass nur er selbst die Ursachen für alles gesetzt hatte und jetzt auch selbst wieder, durch neue, positive Ursachen, sein Leben positiv hätte ändern konnte. Und so drehte sich für ihn die Lebensspirale weiterhin nach unten. Leider.

So wie ihm geht es vielen Menschen. Wenn das Leben ihnen eine Tür vor der Nase zuknallt, weil sie daraus lernen sollen, dann bleiben sie jammernd vor der verschlossenen Tür stehen, dass sie gar nicht merken, dass hinter ihnen zwei Fenster und drei Türen bereits wieder aufgemacht wurden. Jeder ist seines Glückes Schmied und wenn uns das leben einmal Nüsse zum Essen gibt, dann sollten wir uns nicht über die harte Schale ärgern, sondern zusehen, dass wir die Nüsse knacken können und uns über den schmackhaften Inhalt freuen. Alles eine Frage unserer Sichtweise.  


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